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Indonesien – Die wunderschönen Gili Islands

Die Fahrt von Bali zu den Gili Islands

Ich habe mich am morgen mit meiner Nachbarin verquatscht, als mich der Mitarbeiter vom Homestay fragte ob ich noch frühstücken will. Aber selbstverständlich! Ich habe ihm auch gleich gesagt, dass ich heute nach Gili T möchte. Er hat kruz überlegt und mir mitgeteilt, dass es erst morgen oder übermorgen wieder geht! Wenn ich mir aber etwas in den Kopf gesetzt habe, möchte ich es auch auf jeden Fall umsetzen. Er kam dann die Treppe hoch und sagte mir, dass er mit seinem Chef gesprochen hat, ich kann um 11.00 Uhr noch los. Kurzer Blick auf die Uhr: 10.56 Uhr!!! ok, kein Streß, alles in den Backpack geschmissen und runter gerannt. Die Fahrt mit dem Minivan + übersetzen mit dem Fastboat kostete 250.000 was ca. 20€ entsprach. Ich hatte aber nur noch 150.000 also erstmal nur das bezahlt. Der Fahrer war schon mit meinem Rucksack losmaschiert. Etwas fertig im Van angekommen fiel mir dann auf, dass ich auch noch meinen Zimmerschlüßel in der Tasche hatte. Ich habe sie dem Fahrer gegeben, in der Hoffnung das er ihn zurück bringt! Habe die Leute im Van gefragt wie lange die Fahrt dauert und mich ein wenig erholt. Insgesamt sind wir ca. 2 Std. über die Insel und 2,5 Std. mit dem Fastboat gefahren und haben dann endlich, im Regen, Gili T erreicht.

Gili Islands_7

Gili Trawangan

Oder auch einfach Gili T!

Dort angekommen habe ich ein Mädel kennen gelernt, die auf meinen Rucksack aufgepasst hat. So konnte ich in Ruhe nach einem Zimmer schauen und Preise vergleichen! Einer führte mich in eine weiter hinten gelegene Straße und zeigte mir die Unterkunft für nur 80.000 die Nacht. Aber hier musste ich leider passen. Ich konnte es einfach nicht machen. Erstmal war es mir zu abgelegen, als das ich abends alleine rausgegangen wäre und zum anderen war es sehr, sehr schmutzig und nicht gerade wasserdicht. Da ich nicht unhöflich sein wollte, habe ich wie überall anders auch gesagt, vielen Dank, ich denke drüber nach und bin gegangen, obwohl diese Familie das Geld wohl am meisten gebraucht hätte. Ich war ein bisschen enttäuscht von mir selbst, denn so weltoffen wie ich gerne wäre bin ich wohl noch lange nicht! Schnell fand ich ein geeignetes kleines Zimmer.

Als ich mit meinem Fahrrad die Insel umrundet habe sind mir einige „5-Sterne-Hotels“ aufgefallen. Soetwas ist mir unbegreiflich. Wie kann man auf eine so schöne und relativ unberührte Insel kommen und dann im großen Luxus leben? In der Straße dahinter haben sich die Einheimischen Unterkünfte aus alten Spanplatten gebaut und kauern sich mit der ganzen Familie darunter, um ein bisschen Schutz vor dem Regen zu bekommen. 
Jeder muss auf jeden Fall für sich selbst entscheiden, wie er Urlaub macht! … mich macht es traurig!

Natürlich hat es auf meiner Fahrradtour auch wieder richtig mit regnen begonnen. Zum Glück war ich aber in der Nähe einer verlassenen Terasse, sodass ich mit ein paar anderen Unterschlupf fand und den Regen abwarten konnte. Wir haben ein paar Stunden darunter verbracht, geredet und gelesen.

Irgendwann haben wir dann beschlossen jetzt oder nie zurück zu fahren, hat allesdings nicht viel genutzt und ich kam klitschnass zu Hause an. Einer der Homestay-Jungs hat mich nur angelächelt ist aufgestanden und hat mir ein Handtuch geholt. Die lachen halt nur noch über die Regenzeit.

Ich habe auch ziemlich schnell mein Buch durchgehabt und mal bei denen geschaut was sie so haben und auf die Frage hin wie teuer das Buch ist kam nur, nothing for you my friend! Total gastfreundlich!
Das neue Buch hieß „Wasser für die Elefanten„. Das Buch hab ich in einem Rutsch gelesen. Ist einfach nur zu empfehlen! Großartige Geschichte – Zeit zum nachdenken!( Auch der Film wurde sehr schön umgesetzt, den habe ich nach meiner Reise gesehen.)

Durch das heutige warten im Regen habe ich eine nette Gruppe kennen gelernt, mit der wir zur Full-Moon-Party gegangen sind. Es war sehr, sehr schön und endlich trocken. Somit haben wir am Strand getanzt.
Die Party war nicht so groß wie die auf Koh Phangan, die berühmte in Thailand, dennoch eine gute Gelegenheit um andere Reisende kennen zu lernen.

 

Gili Meno

Ich kann nicht verhindern, dass ich älter werde, aber ich kann verhindern, dass ich mich dabei… Klick um zu Tweeten

Ich liebe Städte und ich freue mich auch schon richtig wieder neue zu entdecken, aber richtig lernen tut man nur etwas in Ländern wie diesen hier.
Es spielt keine Rolle wer du bist, was du trägst und wie du aussiehst. Ich gehe ungeschminkt in irgendwelchen Sachen über die Insel und werde freundlich begrüßt und angesprochen. Alle fragen dich woher du kommst und was du so machst!

Es ist ein Paradies mit einsamen Stränden, türkisblauen Meer und Hängematte an Palmen.

Diese Ruhe hier bringt dich echt zum nachdenken… Es ist so wichtig andere Länder zu bereisen, um zu sehen, wie andere Leben und dann weiß du auch erst recht zu schätzen was du Zuhause hast. Ausserdem lernst du schnell auf was du verzichten kannst und bei welchen Kleinigkeiten es einem dann doch schwer fällt! (z.B. Toilettenpapier)

Diese Insel bringt einen wirklich zum Nachdenken. Wenn du hierher kommst, dann bring auf jeden Fall Zeit mit und lasse dich darauf ein auch einfach mal nichts zu tun!

In ca. einer Stunde hast du die Insel umrundet.

Gili Air

Man hat immer soviel Zeit, wie man sich nimmt! Klick um zu Tweeten

Auf Gili Air hatte ich mit Abstand mein Traumbungalow! Es war nicht direkt am Strand, aber dafür unten mit Bett im Freien, Hängematte und 2 Etagen! Total schön!

Hier bin ich dann endlich auch wieder tauchen gewesen – und was soll ich sagen? SCHILDKRÖTE IN SICHT! So lange habe ich darauf gewartet und hier habe ich endlich eine gesehen. Eine wunderschöne, sehr große Schildkröte, die uns schon erwartet hat. Dieses Moment werde ich niemals vergessen.

Ein Tauchganz auf den Gilis lohnt sich auf jeden Fall!

Ich kann gar nicht sagen, welche der drei Inseln die schönste ist.

Gili T ist eher etwas für die Party-People, Gili Meno würde ich als Pärcheninsel einstufen, weil es wirklich nicht viel zu tun gibt und Gili Air ist ein gute Mischung aus allem!

Reiseinformationen

Meine Reisezeit: März 2012 (alle Angaben beziehen sich auf diesen Zeitraum)

An-/Abreise: nur per Boot möglich

Geld: Indonesische Rupie (IDR), 1,00 € = 12.500 IDR

Zeitdifferenz: + 7 Stunden zu Detuschland

 

 

 

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