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Fiji – Eine Reise von Viti Levu zur Trauminsel Qamea

Fiji: Qamea

Eine laaaaange Reise

Um auf diese Trauminsel zu kommen muss man sich ein bisschen gedulden. Um das alles nachvollziehen zu können werd ich dir den Reiseverlauf ganz genau beschreiben.  

Wir sind am Dienstag um 8.30h mit dem Transfer zum Bus gestartet. Um 9.00h sind wir dann tatsächlich mit dem Bus von Nadi nach Suva losgefahren. Ich hätte das nicht gedacht, den hier gilt die sogenannte „Fiji-Time“ diese kann sowohl nach vorne als nach hinten variieren.

(Wir wollten einmal um 16h den Bus nehmen, der war aber leider schon um halb da und es kommen nur 2mal am Tag welche vorbei, man lernt also schnell, sich auf das Land einzustellen.)

Die Fahrt war überraschender Weise ebenfalls angenehm, hatte schon mit einem Klapperbus gerechnet, aber alles war gut.
Wir sind um halb 2 angekommen und hatten dann noch ein paar Stunden Zeit.
Joe, einer der Einheimischen Mitarbeiter, hat uns dann mit in sein Haus und zu seiner Familie genommen, wo man direkt gemerkt hat, wie gastfreundlich alle auf Fiji sind.

Wir haben uns dann noch Suva, die Hauptstadt von Fiji, eine Weile angeschaut. Super interessant!

Um 17.30h ging es dann zur Fähre, über die ich ja schon so einige Geschichten gehört hab. Als ich sie gesehen hab empfand ich es gar nicht so schlimm… wird schon gut gehen…. bis mich jemand darauf aufmerksam gemacht hat, dass es nicht die Fähre ist, die vor mir stand, sonder die daneben.

Ein riesiges, dreckiges Transport-Schiff….
Da ich bis gestern eigentlich noch allein reisen sollte, hatte ich mir vorsorglich mal mein Taschenmesse ins Handgepäck gepackt. (Nicht das ich damit etwas ausrichten könnte, aber es beruhigte mich.)
Glücklicherweise waren wir nachher aber dann zu fünft.

Somit ging die Reise los. Mir hat auch niemand gesagt wie lange es dauert, ich wusste nur, dass es eine Overnight-Ferry ist, ein paar Stunden musste ich schon einplanen. Andere hatten gehört, dass es 16 Std. geht… 

Nach 3 Std. war klar das ich zurück fliege, egal was es kosten mag. Die Fahrt war sehr schwankend und unangenehm.

Ich habe mich daher in den TV Raum auf den Boden in mein Schlafsack gelegt und auch echt gut geschlafen.
Um halb 7 wurde ich geweckt zum ausstreigen… Juhuuu.,… – nee, doch nicht, wir haben einen Zwischenstopp auf einer anderen Insel gemacht, ich hatte es noch nicht zu meiner Insel geschafft.

Um 12.00h sind wir dann am vorläufigen Ziel angekommen.

Natürlich kam unser Fahrer auch nach Fiji-Time und hat uns dann für einen Stop in dem Hostel auf Taveuni zum Lunch gebracht. Danach ging es dann über die Insel zum nächsten Bötchen mit dem wir dann zum eigentlichen Ziel **Qamea** geschippert wurden.
Ich bin mir nicht sicher wann wir angekommen sind, aber ich bin sicher das es alles in allem so gute 30 Stunden waren.

(Den Rückflug hatte ich zwischendurch schon gebucht, diese kleinen Dinger sind immer schnell ausgebucht oder nehmen dann noooch mehr an Geld, somit hatte ich das schonmal sicher.)

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Auf der Trauminsel angekommen

 

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Menschen

Am ersten Morgen fragte uns einer der Einheimischen, ob wir Lust hätten auf einen „little Walk“. Na klaaar! Der little Walk dauerte dann ca. 3 Std. ohne wirklich gefrühstückt zu haben oder Wasser mit zu nehmen. Ausserdem hatte ich noch meine Schlafsachen an, aber wie gesagt Fiji-Time wird halt anders gerechnet.

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Ich hab mich auf jeden Fall gefreut, als wir nachher an einem Village rauskamen. Auf der kleinen Insel gibt es ca. 5 „Villages“ mit je 3-6 Hütchen, es ist echt eine Erfahrung zu sehen wie und mit was sie hier leben. Einerseits haben sie nicht immer Strom, der Generator wird nur abends angemacht, aber andererseits tragen sie dann die selben Sachen wie wir.

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Alle sind so herzlich und hilfsbereit, dass man sich gleich als Teil der Familie fühlt.

Ich hatte ein Gespräch mit einem der Einheimischen: das wichtigste im Leben ist ein Dach und Essen. Und hier meinen sie wirklich ein Dach über dem Kopf und nicht ein Haus oder geschweige denn Wände… ein Dach zum Schutz vor Sonne oder Regen… das ist ein ganz anderer Blickwinkel den man hier für die Dinge im Leben bekommt!

Der Ofen

Der Ofen

Unser Resort

Unser Resort lag direkt am Strand, einfach traumhaft schön.
Ausserdem waren wir eine echt tolle Truppe, denn dadurch das man nicht wiklich weg kann, verbringt man viel mehr Zeit zusammen und lernt sich besser kennen.

Ich habe hier wirklich tolle Menschen getroffen.

Es sind ganz viele Einheimische da, obwohl man manchmal nicht weiß ob sie arbeiten, frei haben oder nur aus Spaß hier sind.

Der Tagesablauf ist fast immer gleich: essen, schwimmen, essen, schnorcheln, essen, Volleyball spielen, essen, Karten spielen, essen und abends Kava trinken und Gitarre spielen.

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Auf der Insel spielen alle jeden Tag auch Volleyball zusammen.Viele der Einheimischen spielen in ihrer Laufbahn erst Rugby, verletzten sich meistens irgendwann so sehr, dass es nicht mehr geht. Und dann beginnen sie mit Volleyball. Dementsprechend sehen sie auch aus und schmettern auf den Ball. Die ersten Male hatte ich dann doch mehr Angst um meine Hände und die Jungs haben sich kaputt gelacht, aber dann gings echt gut.
Und falls mal ein Aufschlag daneben ging hieß es – one more for the lady!! Wirklich lieb!

Abends haben wir immer zusammen gesessen, Kava getrunken (ein gewöhnungsbedürftiges Getränk. Es hat wohl ein bisschen die Wirkung wie Alkohol, ist aber aus natürlichen Substanzen zusammen gemischt und schmeckt nach Wasser vermischt mit Erde) und Gitarre gespielt, dabei ging die Gitarre auch immer im Kreis herum und ich hatte das Gefühl, das echt einfach jeder spielen kann… unglaublich!

Das war jedenfalls jeden Abend ein total schöner Abschluss. 

Abschied

Ich war eigentlich nur 3 ganze Tage da, aber es war unfassbar und hat mich echt richtig geprägt. Der Abschied fiel mir sehr schwer. Wir sind zu viert aufgebrochen um noch die Wasserfalltour auf einer anderen Insel zu machen.

Zum Abschied kommen immer alle zusammen, versammeln sich am Strand und singen ein Lied. 

Danach hat einer der Mitarbeiter noch eine „Abschiedsrede“ gehalten und es war echt überwältigend. Hier kommt die halbwegs gute Übersetzung:

Fiji – es ist nicht nur äußerlich schön, sondern wird schöner durch seine Einwohner
ihr seid jetzt hier und keine Touristen mehr
das ist kein Abschied, sondern der Beginn einer Freundschaft…

Ihr seid jetzt keine Fremden mehr, sondern ein Part unserer Familie…
Ihr werdet zwar gehen, aber nicht vergessen werden
behaltet die Zeit nicht im Kopf, sondern in eurem Herzen…

Wir starteten mit einem Händedruck, zum Abschied bekommt ihr aber jetzt eine Umarmung und ein Küsschen…

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Die Zeit auf Fiji war wunderschön und ich bin mir ganz sicher, dass ich eines Tages auf diese Inseln zurück kehren werde!

Ihr werdet zwar gehen, aber nicht vergessen werden. Behaltet die Zeit nicht im Kopf, sondern in… Klick um zu Tweeten

 

Reiseinformationen

Meine Reisezeit: November 2011 (alle Angaben beziehen sich auf diesen Zeitraum)

An-/Abreise: Flugzeug, Boot

Geld: Fidschi Dollar (FJD); 1,00 € = 2,20 FJD

Zeitdifferenz: + 11 Stunden zu Detuschland

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